"Wen nennst du schlecht? - Den, der immer beschämen will."
Wo das aufgezwungene Dilemma nicht erkenntnisfördernd, sondern nur niederschmetternd angewendet wird, beginnt das Feld der Politik.
Donnerstag, 5. Oktober 2017
Sonntag, 16. April 2017
Türkei-Referendum - Oder: Wohin gehst du, Menschheit?
Liebe Freunde, machen wir uns nichts vor: "Das Ende der Geschichte" gemäß Fukuyama kommt vorerst nicht. Stattdessen kämpfen Demokratie und Menschenrechte überall auf der Welt bedrohliche Rückzugsgefechte.
Egal, ob es die Ausbreitung der autoritären Regierungen inkl. Zurückdrehen der oppositionellen Rechte ist. Oder ob es die Ausbreitung des Islams ist, der nach dem Türkei-Referendum in kaum einem Land weltweit mehr mit Demokratie korreliert. (Besonders die Ergebnisse der Deutsch-Türken haben eindrucksvoll gezeigt, dass es eine 'friedliche Mehrheit der Muslime' leider nicht gibt.) Es ist ein Abwehrkampf.
Die weltweite Demographie spricht auch nicht gerade dafür, dass sich in den nächsten Jahrzehnten etwas zum Besseren ändern wird. Der Anteil der Menschen, die in einem nicht-demokratischen Staat aufwachsen und denen somit freiheitliche Erfahrungen fehlen, wächst weltweit rasant. Der Islam soll zudem schon in einigen Jahrzehnten die größte Religion auf diesem Planeten sein.
Zugleich verlieren die Nachkommen in den entwickelten, westlichen Ländern immer mehr ihr Wertefundament, indem sie u.a. durch Gender Mainstreaming einer Beliebigkeit (hat nichts zu tun mit Liberalismus) ausgesetzt werden, die ihre Argumentations- und Urteilskraft lähmt und die sie jeden Schwachsinn als wertvoll tolerieren lässt. Der Unterschied zwischen vernünftig und dumm verwischt zusehends. Auch hier befinden wir uns in einem Abwehrkampf.
Liebe Freunde, wir leben zunehmend in einer Welt, in der die Selberdenker als Gedankenverbrecher und die Zweifler als Sünder gebrandmarkt werden. Wer Kritik übt, bekommt Todesdrohungen und muss immer häufiger tatsächlich sterben - bis irgendwann niemand mehr da ist, der Kritik üben kann. Wohin gehst du, Menschheit?
Ich sage von mir selbst, ich will die Freiheit verteidigen - aber was ist, wenn ich scheitere?
Habt ihr euch schon mal überlegt, was eine mehrheitlich autoritäre, antidemokratische Weltbevölkerung bedeuten würde? Mehr noch als die Auflösung der Familie, mehr noch als das Ende der Meinungsfreiheit und mehr noch als die totale Regulierung!
Und habt ihr euch schon mal überlegt, was eine mehrheitlich muslimische Weltbevölkerung bedeuten würde? Mehr noch als der Kopftuchzwang bei Frauen, mehr noch als die Ermordung von Homosexuellen, mehr noch als das Zerstören von kulturellen Stätten und mehr noch als das Verbot von echter Wissenschaft!
Habt ihr euch schon mal überlegt, was eine mehrheitlich autoritäre, antidemokratische Weltbevölkerung bedeuten würde? Mehr noch als die Auflösung der Familie, mehr noch als das Ende der Meinungsfreiheit und mehr noch als die totale Regulierung!
Und habt ihr euch schon mal überlegt, was eine mehrheitlich muslimische Weltbevölkerung bedeuten würde? Mehr noch als der Kopftuchzwang bei Frauen, mehr noch als die Ermordung von Homosexuellen, mehr noch als das Zerstören von kulturellen Stätten und mehr noch als das Verbot von echter Wissenschaft!
Sollte auch nur eines davon wahr werden, wäre das vielmehr die Gewissheit, dass die Zeitspanne der Demokratie und Menschenrechte, der Rationalität und Aufklärung nur eine von unendlich vielen Episoden der Menschheitsgeschichte gewesen sein wird. Unser ganzer Stolz auf unseren Humanismus und unsere Freiheitsrechte, unsere Logik und unsere Diskursivität wäre versunken in der Zeit, verspottet von Idioten, erstickt durch Gewalt, gewollt von der Mehrheit, durchgesetzt von ihren Führern.
Wohin gehst du, Menschheit?
Freiheit gibt es nur global
Freiheit, die sich immer nur verteidigen muss, wendet irgendwann die Methoden ihrer Gegner an und begeht somit Selbstmord. Sie kann (wie die Menschenrechte auch) nur universal gedacht werden und darf also nicht an den inneren Angelegenheiten eines Staates scheitern. Gleichzeitig ist Freiheit aber nicht kulturimperialistisch, sondern ein Bollwerk gegen selbiges qua Selbstkritik.
Samstag, 8. April 2017
Gewollter Einbruch
Wenn zwei Wildfremde nur darum etwas Intimes miteinander erleben, weil sie nicht bei Verstand sind, dann ist das ein beiderseitiges Akzeptieren der je eigenen Instinkte und eigentlich wertlos.
Hat es das schon gegeben, dass zwei fast wie eine spontane Eingebung, aber doch bei vollem Verstand in die Realität des jeweils anderen eingebrochen sind?
Hat es das schon gegeben, dass zwei fast wie eine spontane Eingebung, aber doch bei vollem Verstand in die Realität des jeweils anderen eingebrochen sind?
Synonyme
"Aus Opfern werden Ex-Opfer" ist unter anderem ein Synonym für Entscheidungsstärke und/oder auch für gedankliche Stringenz.
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